Smart Government

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Manuel Reiter

100 Seiten
Deutsch
Softcover
Reihe: Informations- und Medienrecht 5
Format: 23,0 x 15,5 cm
978-3-902752-35-2
29.00 EUR

Beschreibung

Die Wirtschaft hat die Vorteile der zunehmenden intelligenten Vernetzung längst erkannt. Die vierte industrielle Revolution (Industrie 4.0) bringt “Smart Factories”, also intelligente Fabriken, sich selbst steuernde Ökosysteme, die weit mehr leisten als bloß die IT-gestützte und automatisierte Fertigung von Produkten.

Auch die öffentliche Verwaltung nutzt unter dem Schlagwort “Verwaltung 4.0/Smart Government” intelligent vernetzte Informations- und Kommunikationstechniken. Die Stadt Wien etwa legt die Grundsätze der Industrie 4.0 konsequent um und entwickelte ein Smart-City-Konzept, mit dem die Lebensqualität gesteigert und Ressourcen effizienter genutzt werden sollen. Daneben kann die Verwaltung ihre Akzeptanz erhöhen, indem der Bürger aktiv in Prozesse eingebunden wird, was neue Möglichkeiten der Transparenz eröffnet.

In seiner Untersuchung zeigt Manuel Reiter, inwieweit sich die Wiener Landesverwaltung die Vernetzung und die intelligenten Systeme der Industrie 4.0 zunutze macht, damit ihre Kosten senkt und ihre Dienstleistungsqualität erhöht.


 

Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung
1.1 Überblick, Problemstellung und Aktualität
1.2 Forschungsfragen
1.3 Methode
1.4 Aufbau der Arbeit
1.5 Umfeld
1.6 Einleitende Begriffsbestimmungen
1.6.1 »Smart«
1.6.2 Versionsnummern

2. Ausgangslage
2.1 Historischer Abriss
2.1.1 »Verwaltung 1.0«: die Königsherrschaft
2.1.2 »Verwaltung 2.0«: das bürokratische Modell
2.1.2.1 Einführung
2.1.2.2 Formen der Herrschaftsausübung
2.1.2.3 Merkmale
2.1.2.4 Aktualität
2.1.3 Bürokratiekritik
2.2 New Public Management (NPM) als »Verwaltung 3.0«
2.2.1 Begriff
2.2.1.1 Überblick
2.2.1.2 Vom Leistungsstaat zum Gewährleistungsstaat
2.2.1.3 Abgrenzung von der Bürokratie
2.2.1.4 New Public Management versus Public Management
2.2.2 Ziele des New Public Management
2.2.3 Ausgewählte Kernelemente
2.2.3.1 Dezentralisierung
2.2.3.2 Ziel- und Leistungsvereinbarungen
2.2.3.3 Klare Trennung von Leistungsfinanzierern, -käufern und -erbringern
2.2.3.4 Controlling
2.2.3.5 Rechnungswesen/Kosten- und Leistungsrechnung
2.2.3.6 Privatisierungen
2.2.4 Kritik an NPM
2.2.4.1 Substanzlosigkeit
2.2.4.2 Einseitige Orientierung
2.2.4.3 Unrealistisches Staatsbild
2.2.4.4 Aushöhlung und Entmachtung des Staates
2.2.5 Nach NPM?
2.2.5.1 Weiterentwicklung
2.2.5.2 Ablöse von NPM durch Governance-Konzepte
2.3 NPM in Wien
2.3.1 Entwicklungen und Implementierung
2.3.1.1 Überblick
2.3.1.2 Entwicklung bis zum Jahr 2003
2.3.1.3 Neuere Entwicklungen
2.3.2 Fallstudie: Finanzverwaltung und Dezentralisierung
2.3.2.1 Umbau der städtischen Finanzverwaltung
2.3.2.2 Rechtliche Implementierung
2.3.2.3 Der Wiener Weg der Verwaltungsmodernisierung

3. Industrie 4.0
3.1 Übersicht
3.1.1 Bezeichnung und Herleitung
3.1.1.1 Drei industrielle Revolutionen
3.1.1.2 Die vierte industrielle Revolution
3.1.2 Entwicklung
3.1.3 Der Begriff »Smart« und die Intelligenz von Dingen
3.1.3.1 Beschreibung und Anwendung
3.1.3.2 Abgrenzung
3.1.4 Gründe für eine Forcierung
3.2 Technische Grundlagen und Voraussetzungen
3.2.1 Enabler
3.2.2 Kernelemente
3.2.2.1 Vernetzung – das Internet der Dinge
3.2.2.2 Vernetzung – das Internet der Dienste
3.2.2.3 Intelligente Systeme
3.2.2.4 Zusammenfassende Darstellung
3.3 Betriebswirtschaftliche Aspekte
3.4 Soziologische Grundlagen
3.4.1 Arbeit 4.0
3.4.2 Herausforderungen
3.4.3 Neuere Entwicklungen
3.5 Zusammenfassung
3.6 Industrie 4.0 in Wien
3.6.1 Die Pilotfabrik
3.6.2 Weitere Aspekte

4. Verwaltung 4.0
4.1 Definition
4.1.1 Ausgangsdefinition
4.1.2 Erweiterte Definition
4.2 Entwicklung und Einführung
4.2.1 Komponenten der Verwaltung 4.0
4.2.2 Der Begriff der »Verwaltung 4.0«
4.3 Das Whitepaper 2015
4.3.1 Überblick
4.3.2 Ein Leitbild für die Verwaltung 4.0
4.3.3 Erste empirische Befunde

5. Die Situation in Wien
5.1 Die Wiener Landesverwaltung
5.1.1 Föderale Rechtsgrundlagen
5.1.1.1 Österreich als Bundesstaat
5.1.1.2 Abänderung
5.1.1.3 Ausgestaltung
5.1.2 Gemeinden
5.1.2.1 Das Subsidiaritätsprinzip
5.1.2.2 Gemeinden in Österreich
5.1.3 Wien als »rechtliche Besonderheit«
5.1.4 Ausgestaltung der Wiener Landesverwaltung
5.2 Die »Smart City« Wien
5.2.1 Strategieentwicklung
5.2.2 Transparenz, Partizipation und Kollaboration
5.2.3 Rahmenstrategie
5.2.3.1 Ziele
5.3 Digitale Agenda
5.3.1 Ziele und Vorgaben
5.3.2 Inhalt
5.3.2.1 Leitmotive
5.3.2.2 Leuchtturmprojekte
5.4 Open (Government) Data
5.4.1 Definition
5.4.2 Nutzung und Zugang
5.4.3 Rechtsrahmen
5.4.3.1 Lizenzmodelle – wie kann man dem Bürger öffentlich Daten zur Verfügung stellen?
5.4.3.2 PSI-Richtlinie
5.4.3.3 INSPIRE-Richtlinie
5.4.3.4 Spannungsfelder: Datenschutz, Amtsverschwiegenheit,
Auskunftspflicht, Kommunikationsfreiheit
5.4.4 Fallstudie: Open Government Data und Anwendungen in Wien
5.5 Umsetzung von Aspekten der Verwaltung 4.0
5.5.1 Umgesetzte Projekte
5.5.1.1 Wartezeitmanagement
5.5.1.2 Petitionsplattform
5.5.1.3 Vernetzungsplattformen
5.5.1.4 Ideen für Apps sammeln
5.5.2 Geplante Projekte
5.6 Zwischenergebnis
5.7 Zukünftige Möglichkeiten und Szenarien
5.7.1 Feuerwehr und Katastrophenschutz – MA 68
5.7.2 Bauverwaltung
5.7.3 Weitere Szenarien
6. Fazit
7. Ausblick
8. Literaturverzeichnis
Der Autor


 

Der Autor

Mag. Manuel Reiter, LL.M., MBA, seit 2007 in verschiedenen Funktionen im Bundesministerium für Landesverteidigung und Sport beschäftigt, 2016 Wechsel in den niederösterreichischen Landesdienst. Studium der Rechtswissenschaften an der Johannes-Kepler-Universität Linz, 2015 Abschluss des postgradualen Lehrgangs ‘Informations- und Medienrecht’ an der Universität Wien.